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Penguin 2.0: Google-Update straft Spam-Websites ab

geschrieben von am 28.05.13

Vor wenigen Tagen hat Matt Cutts, Softwarentwickler bei Google, die zweite Generation des sogenannten Penguin-Updates bekannt gegeben. Das Update stellt in erster Linie eine erneute Verbesserung der Technologie zur Erkennung von Spam-Websites dar, nachdem Google vor gut einem Jahr mit Penguin 1.0 den ersten Schritt in diese Richtung machte.

Was genau ist das Penguin 2.0 Update?

Das oberste Gebot von Google ist relativ simpel: Der Suchmaschinen-Gigant will möglichst Websites von hoher Qualität in seinen Suchergebnissen präsentieren und damit dem Nutzer relevante Ergebnisse abliefern.

Die „dunkle Seite“ des Internets beherbergt jedoch auch Websites, welche mit unlauteren Methoden versuchen, das Ranking von Websites gezielt zu verbessern. Zu solchen, von Google unerwünschten Methoden gehört z.B. der Aufbau von sogenannten Linkfarmen – dies sind Seiten, welche als einzigen Zweck das Verlinken anderer Websites verfolgen, um deren Ranking zu erhöhen und ansonsten keinen Mehrwert für die Surfer bieten. Unter anderem erkennt Google die Manipulationsversuche durch vermehrte Verwendung von sogenannten Moneykeywords (beispielsweise „Kredit“, „Sonnensegel“, „Versicherung“) in den Linktexten.

Diese und weitere, von Google als Manipulationen angesehene Maßnahmen werden durch spezielle Algorithmen erkannt und führen zur Abstrafung der betreffenden Websites hinsichtlich ihres Rankings in den Suchergebnissen.

Ankündigung des Updates von Matt Cutts

Welche Auswirkungen hat das Update?

Die Algorithmus-Verbesserungen durch das erste Penguin Update (Version 1.0) hat im vergangenen Frühjahr für eine Herabstufung von Websites in etwa 3 % aller englischsprachigen Suchanfragen gesorgt. Von Penguin 2.0 betroffen sind immerhin weitere 2,3 % der englischsprachigen Suchanfragen – Zahlen für den deutschsprachigen Raum werden dabei nicht genannt.

In einem News-Artikel von sistrix.de, einem Anbieter von Suchmaschinen-Daten, wurde jedoch eine Liste mit den am stärken betroffenen, deutschen Websites veröffentlicht. Die größten Verlierer auf dieser Liste mussten massive Abstufungen ihres Rankings in den Suchergebnissen von Google hinnehmen.

Weiterhin dürften die Abstrafungen dieser Websites zukünftig auch eine abschreckende Wirkung auf Betreiber von bisher unentdeckten Spam-Seiten haben. Ob eine bestimmte Seite von einer Abstrafung betroffen ist, lässt sich durch ein Tool, wie beispielsweise suite.searchmetrics.com/de/research, ermitteln.

Bisheriger Erkenntnisstand und Fazit

Ein erstes Fazit von Marcus Tober auf dem Blog von searchmetrics.com kommt zu dem Schluss, dass Penguin 2.0 keine so verheerenden Auswirkungen hat wie erwartet. Google selbst ließ diesbezüglich verlauten, dass zunächst die Auswirkungen getestet werden sollen, bevor eventuell weitere Maßnahmen auf das Update folgen. Laut Sistrix scheinen die Folgen der Algorithmus-Verbesserungen ebenfalls weniger gravierend ausgefallen zu sein, als  es im vergangenen Jahr der Fall gewesen war. Jedoch wird darauf hingewiesen, dass durchaus noch die ein oder andere Anpassung an der Stärke der Filter vorgenommen werden kann, wodurch die bisherige Bilanz noch leicht verändert werden könnte. Eine tiefergehende Analyse der betroffenen Websites durch linkbutler.de bescheinigt diesen eine übernatürlich hohe Linktextquote – hier wurden also sämtliche verlinkenden Phrasen mit wichtigen Keywords vollgepackt, um Google eine möglichst hohe Relevanz zwischen verlinkter Website & Keyword vorzugaukeln. Auch kommen auf diesen Seiten vermehrt Money-Keywords vor.

 Meine Meinung zum Google Penguin-Update 2.0

Das Penguin-Update hat im deutschen Sprachraum die Top10-Ergebnisse in Google nicht sonderlich berührt. Es wurden auch nur wenige Websites abgestraft, die vermehrt Money-Keywords in den Linktexten verwendet haben. Außerdem, und das ist ein sehr interessanter Schritt, hat Google die Positionen 30-100 „aufgeräumt“. Es wurden dabei mehrfache Einträge von Domains aus den ersten Suchergebnissseiten entfernt, um somit Redundanzen zu vermeiden und die Vielfalt der Ergebnisse zu erhöhen. Sicherlich werden die hinteren Ergebnisse fast gar nicht von den Suchenden betrachtet, sodass die Auswirkung für die Website-Betreiber nicht besonders groß sein wird.

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Bild: © tigatelu – Fotolia.com